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Tage wie diese

Es gibt sie diese Tage, da geht irgendwie alles schief. Und egal, wie man sich dreht und wendet, es wird nicht besser. Positiv denken und handeln ist dann angesagt, doch wie soll das gehen, wenn einem der Splitt zwischen den Zehen hängt, man auf der Hundewiese einfach umgerannt wird und das Leckerlie als Belohnung für „Toll an der Ampel stehen bleiben“ in den Gullideckel nebendran kullert. Ja, da kann auch mal der entspannteste Vierbeiner etwas schlecht gelaunt daher kommen und ist es dann zu viel verlangt, Zuspruch und Trost von seinen Menschen für die Ungerechtigkeit der Welt zu bekommen? In meinem Fall kennt jeder die Antwort. Am liebsten hätte ich diese groß auf ein Plakat gedruckt, auf Band gesprochen oder sonst etwas Spektakuläres gemacht, denn mein Leid fand kein Gehör und schlimmer noch, niemand gab mir den Zuspruch, den ich sehr gut hätte gebrauchen können. So und was bleibt mir da als geschundene Kreatur anderes übrig, zwischen Menschen denen Wolle und Farben und Stricknadeln anscheinend wichtiger sind als ihr näheres Rudelumfeld? Ich habe einige Zeit in meinem Körbchen alleine und zurückgezogen darüber nachgedacht. Und nachdem dann das Gekicher und Gelächter im Verkaufsraum immer lauter wurden- unerträglich laut- habe ich mich dazu durchgerungen, ein wenig Ordnung in die Wollkiste eines ansässigen Rudelmitgliedes zu bringen. Sinnigerweise steht diese im Büro in Reichweite meines Körbchens und ist wohl etwas ganz Besonderes…ich sehe dort nur Wolle in allen erdenklichen Formen und kann nichts Besonderes daran finden und deshalb habe ich mal so einen Knuddel Wolle da rausgezogen und einfach die Banderole abgerissen und zerfetzt. Das hat eine Menge Spaß gemacht und danach fühlte ich mich gleich besser. Dann bin ich zurück in mein Körbchen gestiefelt und sofort eingeschlafen. Natürlich wurde ziemlich bald der Knuddel Wolle und das zerfetzte Papier entdeckt. Ja und dann gab es noch eine schöne Gardinenpredigt. Ich habe einfach nicht zugehört, ich bin alt, ich bin taub, ich weiß überhaupt nix. Die Öhrchen auf Durchzug gestellt und beleidigt getan. Das kann ich sehr gut im Übrigen. Und es hat auch nicht lange gedauert, da hatte die schimpfende Person wieder ein schlechtes Gewissen. Das ist mein Geheimtrick, eine der Stil-Blüten nennt es immer- er macht wieder Knopfaugen- ja das kann ich sehr gut. Da schmelzen sie dahin die Mädels. Und so bekam ich dann doch noch die Aufmerksamkeit, die mir als alter schwacher Hund zusteht. Das hätten wir allerdings auch viel einfacher und viel früher haben können, nicht wahr. In diesem Sinne- an grauen Tagen voller Sorgen, denkt an den Sonnenschein von morgen. bis bald Euer Rudi … weiterlesen

Laine Magazin

Ein neues Magazin, Laine NORDIC KNIT LIFE ist eingetroffen und es ist bezaubernd. Ich liebe das Papier, die Farben der Fotos, die Motive, die Schrift und den Stil. Es passt einfach alles. Die ersten Eindrücke haben mich wrklich erfreut. Anleitungen, Stories, Reiseberichte, Rezepte- eine gelungene Mischung. und für mich Stricken für die Seele. Einblicke gibt es auch bei instagram und natürlich ab sofort bei uns im Laden. Und so ein Gartenhaus schreibe ich schon mal direkt auf meine neue Weihnachtswunschliste, denn mit der kann man gar nicht früh genug anfangen. … weiterlesen

Neues Jahr, neues Glück, na ja

So dachte ich mir das zumindest, aber irgendwie ist alles beim Alten. Das Futter ist gleich, meine Runde im Park ist gleich, das Wetter so lala, einzig mein Weihnachtsgeschenk erhellt mein Gemüt. Ich habe eine Kiste bekommen, in dieser waren Leckerlies einzeln in Zeitung eingewickelt. Es hätten ruhig ein paar mehr sein können, na ja, beim Papier hatte das Christkind nicht gespart. Aber egal, ich habe direkt mal ausgepackt und hatte ne Menge Spaß dabei. Um sicher zu gehen, dass ich nichts überschnuppert habe, musste ich natürlich nachkontrollieren und das mehrmals am Heiligen Abend. Keinerlei Unterstützung des Rudelumfeldes, die waren mit ihren Geschenken beschäftig. Natürlich haben sie ihr Geschenk-Papier nicht kontrolliert und so musste ich das auch noch machen. So und jetzt mal eine ganz provokante Frage, schmeißt man Weihnachtsgeschenke weg? NEIN, das gehört sich nicht. Ich habe die Leckerlies natürlich alle aufgefressen, warum soll man sich das auch einteilen, und das ausgepackte Papier gehörte ja zu meinem Geschenk, also mir. Und da frage ich mich, warum man das zusammenkehrt, in einen größeren Karton packt und in die Altpapiertonne schmeißen möchte. Ich habe sofort reagiert und meinem Unmut durch eine Sitzblockade kundgetan. Mein Geschenk, meine neue Kiste, mein Papier. Jeden Abend wenn ich nach einem harten Arbeitstag nach Hause komme, kontrolliere ich die Kiste, Papier rein und raus und wehe da fehlt was. Also die Kiste ist sehr gemütlich und ich verstehe nun auch, warum Katzen solche Kisten toll finden. Ich werde sie nicht mehr hergeben und dieses ganze Gezeter von wegen, wie das denn aussähe- so eine schmuddelige Papierkiste in der Ecke des Wohnzimmers! Ganz ehrlich, da kann ich auch nix dafür. Man hätte sich bei der Auswahl des Kartons ja mal ein bisschen mehr Mühe geben können, damit der farblich auch ins Interior passt. Also der Karton bleibt, soviel ist klar, mein Weihnachtsgeschenk wird nicht weggeschmissen. In diesem Sinne, Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und wenn ihr gar verdrießlich seid, nehmt einen Karton und setzt Euch rein- bei mir hilft das. Bis bald Eurer Rudi … weiterlesen

Jamieson & Smith

Eigentlich wollte ich im Neuen Jahr nicht schon wieder anfangen. Also was Neues meine ich. Also was zum Stricken, natürlich! Ja und dann kamen mal wieder die Erinnerungen an das letzte Jahr hoch, für alle, die ich jetzt langweile… Shetland, natürlich, was sonst. Aber bei solchen Farben und bei solch einem Licht, was bleibt mir anderes übrig. Ich kann gar nicht anders. Meinen Hansel aus meiner sehnsüchtig erwarteten Jamieson and Smith habe ich ja schon länger fertig und so plane ich nun in den Naturtönen der Shetland Heritage. Vielleicht den Puffin von Kate Davies, den Ella Gordon in den Naturfarben bereits gestrickt hat. Hm, mal sehen, zunächst bestaune ich einfach nur die Farben und das Garn. Ella hat auf ihrem Blog noch mehr Vorschläge, einfach traumhaft. Shetland Heritage schafft es, die ursprünglichen Eigenschaften eines Handgesponnenen Garns, dem Handspun ‚wursit‚ wieder aufleben zu lassen, wie es in den alten Fair Isle Kleidungsstücken aus den Archiven des Shetlands Museums verwendet wurde. Wollexperten, Fachleute, Kuratoren und Strickerinnen haben zusammen gearbeitet, um es zu entwickeln und zu testen. Shetland Heritage ist etwas feiner und viel weicher, als das übliche Garn, welches heute zum Fair Isle stricken verwendet wird. Shetland Wool Brokers Ltd., Shetland Museum und Archives, Curtis Wool Direct und Jamieson & Smith (Shetland Wool Brokers) Ltd. sowie der Shetland Amenity Trust haben dieses Garn als Teil eines Kooperationsprojektes entwickelt. Ja, ich denke mal, ich muss mich hier um meine Wolle kümmern- es kribbelt mich- in den Fingern…und so wünsche ich allen noch nachträglich auch im Namen der Stil-Blüten und unseres Ladenhüters ein gesundes Neues Jahr 2017, mit viel Zeit für neue Projekte und Ideen. … weiterlesen

Uradale Farm

Zum guten Schluß des Jahres 2016 schwelge ich nochmals in Erinnerungen. Shetland war und ist eine Reise wert und hat mich tief beeindruckt. Die Insel und die Art der Shetlander hat mich in ihren Bann gezogen. Vieles geht und vieles geht eben nicht- aufgrund des Wetters, der Lage und damit muss man leben, oder eben woanders hinziehen. Nicht ohne Grund kehren aber die meisten Insulaner nur sehr kurz ihrer Insel den Rücken. Das liegt zum einen an der Landschaft und dem unglaublichen Licht, zum anderen an der Lebensqualität und Ruhe, die man hier in vollen Zügen genießen kann. Die Arbeit bleibt weiterhin hart, doch irgendwie entschädigt einen das drum herum. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Ronnie und seine Frau Sue ihre Uradale Farm trotz aller Unkenrufen zum trotz weiterhin Voll-Bio bewirtschaften, obwohl sie viele Hürden nehmen mussten. Ronnie und seine Frau Sue wollten anfangs eigentlich nur das Fleisch ihrer seid altes her auf Shetland lebenden Kühe und Schafe vermarkten. Allerdings sind diese beiden alten Rassen viel kleiner als die gewöhnlichen Zuchtexemplare und so fand sich anfangs kein Schlachter, der sich dieser Kleinen annehmen wollte- zu wenig Fleisch. Ronnie hatte zwar mit Widerstand gerechnet, aber dass sich erst in London ein Metzger fand, der seine Tiere verarbeiten wollte, schmerzt ihn noch heute. Das seien alles die Ölplattformen schuld, mit denen seien die Supermärkte gekommen und mit denen abgepacktes Fleisch und Leute ohne Geschmack. Aber nicht nur die Öl-Leute ärgern Ronnie, an seinem Stall hängt ein riesiges Euro-Schild und er reagiert äußerst empfindlich, wenn er auf den Brexit angesprochen wird. Seine Schafe müssen ja auch gar nicht geschlachtet werden, finde ich zumindest, denn die Farben sind einfach einmalig. So und jetzt achtung Bilderflut- wie gemalt: Und was mich am meisten von allem beeindruckt hat, sowohl die Kühe als auch die Schafe bleiben das ganze Jahr über auf der Weide und die Kälbchen und kleinen Schäfchen bleiben bei ihren Müttern und auf dem Kuhbild, ich hoffe man kann es erkennen, trinkt ein Kälbchen bei seiner Mutter. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das zum letzten Mal gesehen habe. Ich glaube im Österreich Urlaub, wo ich als Teenager etwas schlecht gelaunt, voll überflüssig einen Weg hochmarschierte zu irgendeiner Alm- also eine Ewigkeit. Aber jetzt genug, die Stil-Blüten wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 und schwelgen einfach noch ein wenig in Erinnerungen und stricken dazu mit der schönen Wolle von noch schöneren Schafen von der Uradale Farm in Scalloway, Shetland. … weiterlesen

Hebridean Hap

Louise Tilbrook hat mit ihrem Hebridean Hap ein entspannendes Muster entwickelt, das sich sehr gut nebenbei stricken lässt und einfach sehr schöne Wolle noch besser zur Geltung bringt. Es macht viel Spaß und wenn man zum Ende kommt, möchte man direkt den nächsten Hap anfangen. Wir haben ihn schon 2 mal gestrickt und es kommen bestimmt noch mehr dazu. Diese Variante wurde mit der 2 Konen Rokku Tennen von ito gefertigt, einem ungefärbten Streichgarn aus hochwertiger Merinowolle. Es erhält seinen robusten Charakter durch die leicht unregelmäßige Ausspinnung. Rokku Tennen ist in 4 Naturtönen erhältlich. Und alle sind schön. Also, wer noch ein Projekt für die Feiertage braucht, sollte schnell zugreifen. Weitere schöne Muster stellt Louise Tilbrook auf ihrem Blog und in ihrem Shop vor und ja, beides ist in englischer Sprache. Wer sich darüber aufregen möchte, kann dies sehr gerne tun, ich kann nur sagen, hier in meinem Blog wird es nicht besser, bald wird es sogar japanisch geben. Wen das stört, bitte einfach wegclicken und mir bitte keine Zorn- Smilies schicken, aus dem Alter bin ich raus! Für alle, denen es gefällt hier bei uns, bleibt dran, es geht hübsch weiter. Viel Spaß beim Stöbern wünschen Euch die Stil-Blüten und Ladenhüter Rudi Bitte beachtet noch unsere Öffnungszeiten: Am 24.12.2016 und am 31.12.2016 bleibt unser Ladengeschäft geschlossen. … weiterlesen

1. Advent Happy PomPom

Wir wissen, dass schon viele sehnsüchtig gewartet haben. Leider haben wir es dieses Jahr nicht geschafft, einen kompletten Adventskalender fertigzustellen. Zu viele Veränderungen nahmen einfach zu viel Zeit in Anspruch. Trotzdem waren wir nicht ganz untätig und haben viele schöne neue Anregungen und Eindrücke für Sie zusammengestellt. Nicht täglich, aber so oft es uns möglich war. Also immer mal wieder vorbei schauen, es lohnt sich. Alle Stil-Blüten waren fleißig, wie die Weihnachtswichtel, ja so sind wir eben, und hier kommt unser erster Kreativ-Vorschlag: Ein hübscher Schal, der auch als Geschenk eine gute Figur macht. Der Happy Pompom Schal von Maria Kostamovaara ist schnell gestrickt und somit auch in der stressigen Vorweihnachtszeit machbar. Auf ihrem Blog zeigt Maria viele schöne Handarbeiten und viele ihrer Anleitungen sind auf Englisch und leicht nachvollziehbar, so wie diese für den Happy PomPom. Wir haben den Schal in der Mussante von ggh gestrickt und die Pompons etwas kleiner gestaltet. Man kann ihn auf verschiedenste Weise tragen und knoten und natürlich bleibt einem beim Stricken offen, ob man ihn glatt rechts, kraus rechts oder in jedem anderen Muster stricken möchte. Wichtig sind nur die Pompons und die müssen in verschiedenen Farben gewickelt werden. Das sieht dann besonders edel aus. Viel Spaß beim Nacharbeiten und einen geruhsamen 1. Advent wünschen die Stil-Blüten und Ladenhüter Rudi. … weiterlesen

Wer die Wahl hat

Ja, wer kennt ihn nicht, diesen Spruch, mit der Wahl und der Qual. Als ich heute Morgen noch etwas verschlafen vor meinen Futternapf trat, wusste ich, es wird nicht besser. In meinem Napf war Trockenfutter. Ja und da hilft es mir wenig, wenn mir ein riesiger Text geboten wird, von wegen, dass es gutes Futter sei und doch auch nicht anders, als das Nassfutter, nur trocken und so gesund für meine Zähne und überhaupt. Ich hatte keine Wahl, ich musste mich entscheiden, entweder das oder gar nix. Ein harter Arbeitstag ohne Futter, kaum zum Aushalten. Also wählte ich das kleinere Übel. Gestern erging es mir nicht besser. All dieser Regen und auch hier hatte ich die Qual der Wahl- ungeliebter Regenmantel oder Regen auf nasser Hundehaut. Das kleinere Übel war augenscheinlich der Mantel, auch wenn es sich in diesem Moment anders anfühlte. Und dann ist mir bei all diesem Quälen vom Wählen noch eingefallen, wie ich im Sommer auf der Brücke über die Oker schreite und direkt vor meinen Füßen ein Eishörnchen mit angeschmolzenen rauslaufenden Eis erblicke. Ich wusste, es gibt Ärger, wenn ich mich erwischen lasse, so entschied ich mich für das kleinere Übel. Und wo ich gerade mein schlechtes Gewissen beiseiteschiebe und das Hörnchen aufnehme um es runterzuschlucken, sehe ich im noch sicheren Abstand den Husky auf der anderen Seite der Brücke lang schlendern, ganz so als ob nix wäre. Hallo, Rumble in the Jungle, hätte ich dieses Eis nicht in der Schnauze gehabt, na dann hätte der sich aber mal ganz warm anziehen können. Ich war so aufgeregt und wusste gar nicht, was ich zuerst machen sollte: knurren, Pelz sträuben, schaben und so kam es übel, ich ließ das Eis fallen und als ich mich gerade kampfbereit mache, sehe ich, wie der Husky schon an mir vorbei am anderen Ende der Brücke entspannt in den Park einbiegt. Um das Desaster abzurunden sieht Frauchen das ausgespukte Eis und schimpft und ich stehe da und denke nur, was für ein übler Tag. Qualen nach den Wahlen müssen wohl auch die Amerikaner ertragen, die sich wegen der Übersprungshandlung Trump jetzt ne Menge anhören können. Schlimm ist nur, dass das Übel überall ist auf der Welt und auch wenn es klein ist, es ist übel. Ich kann nur hoffen, dass die Amerikaner jetzt nicht jeden Tag Trockenfutter bekommen oder ihren Regenmantel tragen müssen, auch wenn es nicht regnet. Süßigkeiten sind sowieso vorbei, jetzt gibt es wahrscheinlich nur noch Saures. Allerdings denke ich, dass man nicht so streng sein darf mit den Amerikanern, denn hier könnte alles genauso kommen. Im näheren Europaumfeld haben wir doch auch schon so ein paar gewählte Übel, die viele Menschen quälen. Zum Glück habe ich von Politik keine Ahnung, ich muss es nur irgendwie schaffen, dass dieses Trockenfutter verschwindet. Es soll doch da in Amerika so große Zauberer in Las Vegas geben. Die können sogar Tiger wegzaubern. Vielleicht schreibe ich denen mal. Das Futter bewegt sich ja noch nicht mal und ich hätte hier ganz in meiner Nähe auch noch einen Husky, den könnten sie dann auch gerne für ihre Zaubertricks haben. Der verträgt sich bestimmt prächtig mit den Tigern. In diesem Sinne wähle ich jetzt mal mein kuscheliges Hundebettchen und entspanne mich von den Qualen des Alltages. Bis bald Eurer Rudi … weiterlesen

Moeke Yarns

Die Slow Bewegung ist ja schon seit längerem sehr angesagt, slow food, slow life, slow travel, slow city und es gibt bestimmt noch mehr slows, die ich hier vergessen habe aufzuzählen. Die neue Entdeckung der Langsamkeit und Nachhaltigkeit soll es sein das slow und alle Lebensbereichen umfassen. Ich persönlich habe bei solch englischen Wortwahlen immer meine Probleme, denn kaum sind die Wortfindungen hipp, blinken sie einem von allen einschlägigen Frauenmagazinen entgegen und selbst im kleinsten Supermarkt kommt man nur schnellen Schrittes am Slow Food vorbei, das einen natürlich nur glücklich macht. Ich habe für mich und den Laden nach unserem Umzug meine Art des Slow- seins gefunden. Vielleicht sind wir ja auch ein slow retail und wussten es vorher noch gar nicht. Auf alle Fälle freue ich mich immer sehr, wenn wir mit Lieferanten zusammenarbeiten dürfen, die durch ihre Art der Produktion und Verarbeitung von Material versuchen Nachhaltigkeit zu schaffen, um Kunden so glücklich zu machen. Moeke Yarns ist so ein Lieferant. Ioana und ihr Bruder haben vor ca. 2 Jahren eine kleine Firma mit Sitz in Rumänien gegründet, mit dem Ziel, heimische Wolle auf Jahrhundert Jahre alten Maschinen traditionell produzieren zu können. Das Material wird von Rumänischen Merino- und den Tigaie Schafen geliefert und natürlich weiterverarbeitet. So wie Ioana verbachte ich als Kind sehr viel Zeit bei meiner Oma und in letzter Zeit erinnere ich mich an so viele Dinge, die sie gesagt hat. Manchmal liegen mir ihre Sätze praktisch auf der Zunge, wenn mal wieder jemand etwas schnell stricken möchte, darf aber nicht selbstgemacht aussehen, kann ruhig billiges Garn sein, wenn es nix wird, egal. Um es mit den Worten meiner Oma zu halten- mit Bedacht auswählen, gut Ding braucht Weile und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, das hätte sie gesagt. Vielleicht war mein Ömchen aber auch ihrer Zeit bei Weitem voraus und hatte trotzdem kein slow life. Die Garne von Moeke Yarns hätten ihr auf alle Fälle gefallen, denn sie sind in ihrer Struktur einzigartig schön. Für die Empfindsamen gibt es die Romanian Merino und die Farben lassen sich alle toll miteinander kombinieren. Eine der Stil-Blüten fasste schon den Plan, sie gar nicht ins Regal zu räumen und zu hamstern. Also nicht zu slow sein, hier entwickelt jemand im nähren Stil-Blüten Umfeld gerade kriminelle Energien… … weiterlesen