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Strickreise

Edinburgh Yarn Festival 2017

Edinburgh ist immer eine Reise wert, aber vom Edinburgh Yarn Festival wird man auf keinen Fall mit leichtem Gepäck zurückreisen. Ich hätte aus letztem Jahr lernen können, aber man verdrängt ja auch so den ein oder anderen Hamsterkauf…und so kam es wie es kommen musste, der Koffer war wieder zu klein. Warum? Die Begründung liegt im Auge des Betrachters… Marie Wallin Design Beyond Measure Weft Blown Amanda Perkins Iona Wool Immer wieder schön- Kate Davies und ihr Mann Tom mit wunderschönen Fotografien Tolles Strickdesign von Jamiesons of Shetland Loop London in Edinburgh Mein Lieblingsstand, wie letztes Jahr auch: Woollenflower Eden Cottage Yarns Ein sonniges Wochenende wünscht Frau Stil-Blüte … weiterlesen

Uradale Farm

Zum guten Schluß des Jahres 2016 schwelge ich nochmals in Erinnerungen. Shetland war und ist eine Reise wert und hat mich tief beeindruckt. Die Insel und die Art der Shetlander hat mich in ihren Bann gezogen. Vieles geht und vieles geht eben nicht- aufgrund des Wetters, der Lage und damit muss man leben, oder eben woanders hinziehen. Nicht ohne Grund kehren aber die meisten Insulaner nur sehr kurz ihrer Insel den Rücken. Das liegt zum einen an der Landschaft und dem unglaublichen Licht, zum anderen an der Lebensqualität und Ruhe, die man hier in vollen Zügen genießen kann. Die Arbeit bleibt weiterhin hart, doch irgendwie entschädigt einen das drum herum. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Ronnie und seine Frau Sue ihre Uradale Farm trotz aller Unkenrufen zum trotz weiterhin Voll-Bio bewirtschaften, obwohl sie viele Hürden nehmen mussten. Ronnie und seine Frau Sue wollten anfangs eigentlich nur das Fleisch ihrer seid altes her auf Shetland lebenden Kühe und Schafe vermarkten. Allerdings sind diese beiden alten Rassen viel kleiner als die gewöhnlichen Zuchtexemplare und so fand sich anfangs kein Schlachter, der sich dieser Kleinen annehmen wollte- zu wenig Fleisch. Ronnie hatte zwar mit Widerstand gerechnet, aber dass sich erst in London ein Metzger fand, der seine Tiere verarbeiten wollte, schmerzt ihn noch heute. Das seien alles die Ölplattformen schuld, mit denen seien die Supermärkte gekommen und mit denen abgepacktes Fleisch und Leute ohne Geschmack. Aber nicht nur die Öl-Leute ärgern Ronnie, an seinem Stall hängt ein riesiges Euro-Schild und er reagiert äußerst empfindlich, wenn er auf den Brexit angesprochen wird. Seine Schafe müssen ja auch gar nicht geschlachtet werden, finde ich zumindest, denn die Farben sind einfach einmalig. So und jetzt achtung Bilderflut- wie gemalt: Und was mich am meisten von allem beeindruckt hat, sowohl die Kühe als auch die Schafe bleiben das ganze Jahr über auf der Weide und die Kälbchen und kleinen Schäfchen bleiben bei ihren Müttern und auf dem Kuhbild, ich hoffe man kann es erkennen, trinkt ein Kälbchen bei seiner Mutter. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das zum letzten Mal gesehen habe. Ich glaube im Österreich Urlaub, wo ich als Teenager etwas schlecht gelaunt, voll überflüssig einen Weg hochmarschierte zu irgendeiner Alm- also eine Ewigkeit. Aber jetzt genug, die Stil-Blüten wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017 und schwelgen einfach noch ein wenig in Erinnerungen und stricken dazu mit der schönen Wolle von noch schöneren Schafen von der Uradale Farm in Scalloway, Shetland. … weiterlesen

Handschuhe made in Estonia

Ein weiterer Kurs, den ich in Shetland gemacht habe und der mich sehr fasziniert hat. Unter der Leitung der bekannten Strickdesignerin und Autorin der Bücher Estonian Knitting und Ornamented Journey, Kersti Joeste, war schnell klar, dass ich viel zu locker bin. Diese Handschuhe werden mit Stricknadeln der Stärke 1.25mm gestrickt. Ich hatte vorher noch nie mit dieser Nadelstärke gestrickt und irgendwie sah ich vor lauter Maschen die dünnen spitzen Nadeln nicht. Zum Glück ging es mir nicht alleine so und auch sehr schnell gewöhnte ich mir Dinge ab, die ich sonst bei der Verwendung von Nadelspielen aus Gründen der Schnelligkeit immer gemacht hatte. Das Weiterschieben der Nadel am Oberkörper sollte man tunlichst lassen, diese Nadeln gehen so ziemlich durch alles sehr gut durch und hinterlassen ein sehr lustiges Punktemuster im Brustbereich. Kersti erzählte uns von der Tradition der Estländer, alles mit so kleinen Nadeln zu stricken. Sie selbst habe nie eine größere Nadel als 3mm in ihrem Leben verwendet. Sie hatte eine beeindruckende Anzahl selbst gestrickter Handschuhpaare dabei, für die sie im Durchschnitt 25 Stunden braucht. Auch ihre wunderschöne Strickjacke wurde mit Nadelstärke 2mm gestrickt und danach bestickt. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass der Rock auch selbst gemacht war. Es gibt 6 verschiedene Arten estländische Handschuhe zu stricken, je nachdem aus welcher Region diese stammen- auch die verwendeten Farben variieren je nach Region: Stranded Knitting: Stricken mit 2 Farben, bei dem die nicht gestrickte Farbe hinter der gestrickten Farbe weitergeführt wird. Laces: wunderschöne Spitzenmuster Inlays: umwickelte Maschen, die fast den Anschein haben, es sei nachträglich ein Muster aufgestickt worden Knitted or sewn fringes: gestrickte oder angenähte Fransen Intarsia Motivs: mehrfarbige Motive, bei denen die Farben nicht mitgeführt werden, sondern auf der Rückseite verkreuzt werden. Embroidery: gestickte Motive Einige Handschuhe kombinieren auch verschiedene der o.g. Arten. Es gibt mehrere Anschlagsarten, natürlich- 6 verschiedene Arten der Fingerabnahmen und insgesamt gesehen, ist diese Art des Handschuhstrickens Kunst. Sie sind sehr sehr fest und starr, laut Kersti müssen sie das sein, damit sie lange halten und dem Dauergebrauch trotzen. Sie erzählte uns von einem der ältesten Strickfunde aus dem 14. Jahrhundert, einem Handschuh aus Estland. Ich habe lange mit den Nadeln gekämpft, aber nach 7 Stunden ging es verhältnismäßig flott von Statten. Leider war mein Strickstück doppelt so groß, wie bei allen anderen, da Engländer und Amerikaner eine andere Stricktechnik anwenden. Kersti war das alles viel zu locker und es half auch nichts, dass mein Handschuh am Ende der Kurses fast fertig war. Viel zu locker, Du musst Deine Technik ändern- war ihr abschließendes hartes Urteil. Na ja, dachte ich bei mir, auf kleinere Nadeln kann ich ja nicht gehen. Dann habe ich noch ein wenig probiert und bin zum Entschluss gekommen, nein, ich ändere meine Stricktechnik nicht. Ich bin sehr zufrieden damit und diese Handschuhe stricke ich anders. Dann ist es entgegen der Estländischen Tradition, aber da ich das stricken von meiner Oma gelernt habe, stricke ich eben nach meiner Tradition. Natürlich sind sie nicht so fest, aber ich habe kleine zarte Hände, das müssen sie somit auch nicht sein. Zum Glück ist es ja Handarbeit und ich hoffe, dass mir Kersti und die Estländer es nicht übel nehmen, dass ich diese Handschuhe mit 2.25mm stricken werde und eben ein wenig anders. Auf alle Fälle war es ein toller Kurs mit vielen neuen Ideen und einer amüsierten Kersti, die uns geduldig alles erklärte und anhand ihrer farbenprächtigen Muster- Handschuhe ehrgeizig gemacht hat. … weiterlesen

Traditionelle Haps mit Donna Smith

Haps ist in Shetland das Wort für großes Schaltuch, welches täglich getragen und genutzt wurde. Klassisch als wärmende Kopf- und Schulterbedeckung, oftmals auch um die Hüften geschlungen und auf den Rücken geknotet, oder als Babydecke gefertigt, denkt man bei der Zartheit und der kunstvollen Muster dieser Tücher zunächst nicht an den täglichen Gebrauch. Um es mit den Worten meiner Oma zu halten -es wird geschont- war ich erstaunt, als Donna uns teileweise Jahrzehnte alte Haps aus ihrer Familie zeigte, die man heute noch täglich verwenden könnte. Der klassische Shetland Hap ist ein Viereck, mit einem Mittelteil, einer Bordüre und der Lacekante. Die Shetlander unterscheiden nochmal zwischen Bordüre und Lacekante, weil fast alle Teile von außen nach innen einzeln gestrickt werden und dann zum Schluß zusammengestrickt bzw. -genäht werden. Und das so gut, dass man teilweise nicht sieht, wo der Anfang ist und wo abgekettet und zusammengenäht wurde. Einen kleinen Einblick gibt dieses Video  – Ohren spitzen! Donna erzählte von ihrer Großtante Emma, die mit 5 oder 6 Jahren zu stricken begann. Für eines dieser großen Tücher benötigt sie ca. 2 Wochen. Sie hat ihr ganzes Leben gestrickt, weil sie vom Verkauf dieser Schals lebte. Mit ihren 95 Jahren kann man nun hochrechnen, wieviel Tücher und Schals sie gestrickt hat, sie weiß es nicht. Die Muster hat sie alle im Kopf, nichts ist notiert und Donna erzählte uns, dass sie, als sie den Houlland plante, eine kleine gestrickte Probe bekam, mit den Worten, das musst Du dann so machen und so und das war alles. Wie alles in Shetland strickt man auch diese riesigen feinen Tücher mit dem Knittingbelt und auf Stabstricknadeln. Es gibt keine Rundstricknadeln, außer für die Touristen, nehme ich an. In dem Video von Fruity Knitting zeigt Donna, wie man mit einem Knittingbelt strickt. Ich habe es leider nicht ausprobiert, aber beim nächsten Mal und die Kinder und Jugendlichen der Shetland Peerie Makkers zeigten auf der Eröffnungsfeier ihre eindrucksvollen Werke, die sie mit einer Geschwindigkeit strickten, dass ich mein Strickzeug erst mal wieder weggepackt habe. Das fanden sie sehr lustig. Also sollte mich nochmal ein Kunde fragen, wann Kinder anfangen sollten zu stricken- sofort, einfach sofort. In Shetland war es üblich, dass Kinder im zarten Alter von 5 Jahren die großen Mittelteile der Schals in kraus rechts strickten, während ihre Mütter und Großmütter die Bordüren und den Laceabschluß nebenbei auf dem Weg zum Torfstechen und auch wieder zurück strickten, länger als eine Woche durfte das im Durchschnitt nicht dauern, weil diese gestrickten Schals die Familie mit ernährten. Die Männer waren in dieser Zeit mit „Ruderbooten“ auf dem Meer, um Heringe zu fangen. Sehr eindrucksvoll, denn ich weiß nun, wie sich Windstärke 8 bis 9 anfühlt und kann sagen, ich würde keinen Fuß in ein Boot setzen, egal wie groß und rudern schon mal gar nicht, da ich ja bekanntlich schon im Tretboot seekrank werde. Davon später mehr. Der Kurs mit Donna war einfach herrlich und irgendwie schaffte sie es, allen Teilnehmern die Angst vor dem stricken eines Haps nach Shetlander Art zu nehmen. Vielen Dank Donna und hopefuy see you again in Shetland. … weiterlesen

Jamieson`s of Shetland

Eine der Besichtigungstouren, die wir gemacht haben, war die Tour zu der Spinning-Mill von Jamiesons of Shetland, ein Familienunternehmen in der 5. Generation, welches sich auf die Produktion von Shetlandwolle spezialisiert hat. Garry führte uns durch seine Produktion und erklärte uns vieles zu der Wolle, Verarbeitung, den Maschinen und Webstühlen. In der Fabrik wird die Rohwolle sortiert, gewaschen und gefärbt, dazu wird sie zusammengepresst, damit sie nicht verfilzen kann. Getrocknet, kardiert, dann gesponnen und gezwirnt Die Wolle wird danach direkt weiter verarbeitet zu Strick- und Webwaren, oder eben zu Handstrickgarn. 100 kg Wolle pro Tag werden produziert, wobei Garry darauf hinwies, dass man das nicht auf jeden Tag hochrechnen könne, da die enormen Rüstzeiten der Maschinen hinzukommen. Es gibt eine feste Farbabfolge, in der die Wolle gefärbt und kardiert wird, damit es nicht zu lustigen Farbmischungen kommt. Die Maschinen waren einfach toll. Die Webstühle haben mich am meisten fasziniert. Die Technik ist einfach unglaublich. 10 Meter schafft so eine Maschine pro Stunde. Ach wie gerne hätte ich noch ein wenig Stoff mitgebracht, aber die kleine Propellermaschine von Lerwick nach Glasgow hatte ja schon die ganze Wolle an Bord. Also dann beim nächsten Mal. Natürlich gab es direkt neben der Produktionsstätte auch einen Wollverkauf, der den ganzen Bus in Begeisterungsstürme versetzte. Hier ist der Laden in Lerwick gezeigt, alle Farben, alle Qualitäten, ein Fest für die Sinne. Weitere Eindrücke gibt es auf Instagram und morgen geht es dann mit Donna Smith und ihren traditionellen Haps weiter. … weiterlesen

Shetland Wool Week

Bereits zum siebten Mal fand diese Shetland Wool Week statt. Es ist ein Fest für alle Wollbegeisterten aus Nah und Fern, über 400 Schaf-Fans wurden gezählt, ohne die Tagestouristen die meist mit den Fähren aus Aberdeen anreisten. Das Erkennungsmerkmal der diesjährigen Woolweek war der „Crofthoose Hat“, eine Mütze designed von der Schirmherrin Ella Gordon. Sie zeigt die traditionellen Farmhäuser, die Crofthooses, die man auf der ganzen Insel findet. Crofthoose auf der Insel Yell Crofthoose auf der Insel Unst Das Kursangebot war überwältigend, eine Woche viel zu kurz, für alles was geboten wurde. Es war eine gelungene Mischung aus Besichtigungstouren, Vorträgen, Vorführungen, Drop- Ins, Talks, Strickkursen aller Art und viele ortsansässige Designer öffneten ihre Studios. Alles war super organisiert und aufeinander abgestimmt. Mit unserer fast 11 stündigen Anreise, waren wir schon ziemlich k.o. Die Zwischenstopps und langen Wartezeiten zwischen den Flügen, machten mürbe. Wie mussten sich erst unsere Wollfreunde aus Kanada, Japan, Australien, Neuseeland und den USA gefühlt haben. Europa zähle ich hier nicht auf, da war alles vertreten, einfach unglaublich, wie viele Nationalitäten extra zur Woolweek anreisten. Ella Gordon sprach in ihrem Talk „Being a Knitter in Shetland“ über ihre Arbeit als Designerin bei Jamiesons and Smith, ihre Kollektionen, ihren Blog und woher sie ihre Inspiration bekommt. Shetlander haben einen ziemlichen Slang drauf und Ella spricht sehr sehr schnell, das war wirklich mal was anderes und man musste die Öhrchen spitzen. Shetlander sprechen kein Gallic, wie die Schotten, ihre Sprache kommt aus dem Norse, viele Wörter gibt es im Englischen gar nicht. Ella ist, wie alles Shetlander, sehr stolz auf ihre Insel, auf die Traditionen, auf die Wolle, die Landschaft und das Wetter. Die Farben der Landschaft spiegeln sich in den angebotenen maschinengestrickten Modellen wieder, die man überall auf der Insel kaufen kann. Die handgestrickten Shetland Lace Schawls werden oftmals in Museen und kleinen Geschäften verkauft. Ca. zwei Wochen wird an diesen einzigartigen Meisterwerken gestrickt. Natürlich sprach Ella auch über den Skandal, den sich das Modehaus Chanel geleistet hat. Sie war sehr empört und hatte ein Wort für Karl Lagerfeld, welches ich nicht so recht verstand, sie sprach im Dialekt! Und auch wenn sich das Modehaus erkenntlich zeigen wollte, sei laut Ella noch nichts in Shetland angekommen. Was mich in dieser Woche wirklich beeindruckt hat, ist die Bodenständigkeit und die Gelassenheit der Shetlander. Vielleicht liegt es auch daran, dass man auf einer Insel mache Dinge eben einfach nicht ändern kann, wie das Wetter z.B. und abwarten muss. Ich hatte das Gefühl, dass dort manchmal die Zeit stillsteht. Zumindest solange, bis ein oder zwei dieser Superdampfer anlegen und die kleine Stadt Lerwick stürmen. Das Licht, die Farben und das Wetter sind unglaublich. Aber davon morgen mehr. … weiterlesen

Edinburgh Yarn Festival geht weiter

Heute bedarf es keiner großen Worte, ich habe einfach mal ein paar Bilder von den Ständen vorbereitet, die alle so liebevoll dekoriert und hergerichtet waren, eine wahre Augenweide. Es geht los mit den handgefärbten Garne von Eden Cottage Yarns: Ysolda Blue Moon: Undyed Yarn: Emma Lamb: Toft Yarn: Kate Davies mit Ihren wunderschönen Rockkombis: Spin City: Jamieson and Smith: Mein absolutes Highlight: Woollenflower Easyknits, in Original schottischer Aufmachung: The little grey sheep, hier haben die Schafe Namen: und Stephen und Penelope Nun versteht man bestimmt, warum ich es nicht leicht hatte, denn das ist nur ein kleiner Teil der schönen Aussteller, es gab noch viel viel mehr…. … weiterlesen

Edinburgh Yarn Festival 2016

Der zweite und dritte Tag in Schottlands Hauptstadt war vollgepackt mit Fortbildung. Ich hatte Kurse bei Anna Maltz, Carol Feller, Amy Detjen und mein absolutes Highlight: Knitting the colours of Edinburgh von und mit Felicity Ford gebucht. Alle waren so nett und die dreistündigen Kurse vergingen wie im Fluge. Anna Maltz liebt Pinguine und hat ein Buch mit vielen Modellen dazu herausgebracht. Sie hat noch nie einen gestreichelt, so wie ich und wurde deshalb natürlich auch nicht gepickt von einem dieser schrägen Vögel. Aber ich weiß jetzt, wie sie sich anfühlen. Carol Feller hatte so viel neues an Inspiration mit dabei, dass mir am späten Nachmittag schon etwas der Kopf schwirrte. Allerdings lag es wohl auch an der Erkältung, die ich beim Aussteigen des Flugzeugs an mich genommen hatte. Ja, warum eigentlich nicht, Freitagmorgen war die Stimme dann weg, doch ich blieb tapfer und kämpfte mich als Early Bird noch vor dem ersten Kurs für eine Stunde durch die Ausstellungshalle. Die Organisation des Edinburgh Yarns Festivals lässt keine Wünsche offen. Es ist alles so toll organisiert, alle sind so hilfsbereit, insbesondere, wenn man keine Stimme mehr hat, ich schwebte die ganze Zeit, wie auf Wolke 7. Und was passiert, wenn fast alles schön ist. Totale Reizüberflutung mit Übersprungshandlung beim Early Bird. Man kauft unkontrolliert alles, was man sieht und bekommt erst am Bus, wenn man kaum noch durch die Bustüren kommt ein schlechtes Gewissen. Nun, das hatte ich eigentlich schon verdrängt. Davon morgen mehr. Zurück zum Kurs mit Felicity. Wenn man Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, passieren wunderbare Dinge, nicht immer, aber in dem Kurs schon. Es war so beeindruckend und einfach wunderbar. Nach dem Kurs fand die große schottische Party statt das ceilidh mit der Boygroup the picts. Das ist eine lustige und gesellige Sache und natürlich waren bekannte Gesichter in vorderster Front mit dabei. Na, wer erkennt ihn im Video? Ein wundervoller Tag, mit so vielen netten Menschen, ach das war schön. Abschließend sei angemerkt, die Bustüren in Edinburgh sind definitiv zu schmal und morgen geht es weiter mit dem Edinburgh Yarn Festival, also dranbleiben. … weiterlesen

Eine Reise nach Schottland

In aller Frühe ging es letzten Mittwoch zum Flughafen, mit dem einen Ziel: Edinburgh, Schottland. Der Koffer war schon auf der Hinreise etwas zu klein, er sollte doch eigentlich Platz für all das haben, was diese magische Reise zu bieten hatte. Nach der Ankunft ging es direkt zum Sightseeing ans Castle. Leider fühlte ich mich etwas ausgeschlossen, mit meiner altmodischen Kamera, da ich als Einzige keinen Selfie-Stick dabeihatte. Dafür fand ich schon an Ort und Stelle Jamie Fraser. Weiter ging es entlang der Royal Mile mit ihren nicht enden wollenden Souvenir-Geschäften. Ich sah Schafe, wilde Tiere, einen Jackie und Harris Tweed in allen Varianten, Formen und Farben. Natürlich gab es auch die schottische Distel, die Nationalblume sogar als dekorative Tapete. Und am Nachmittag gab es dann mein absolutes Highlight. Eine schottische Kundin hatte es mir empfohlen und Herr Stil-Blüte hatte es mir geschenkt, Afternoon Tea in der Signet Library. Schon die Einrichtung der alten Bücherei, die etwas versteckt direkt hinter dem Gerichtsgebäude liegt, ist bombastisch. Leider durfte man im Gericht keine Fotos machen, dort huschten geschäftig die Court Man mit ihren weißen Perücken hin und her, herrlich. Der Tee und das Essen sprengte alles bisher dagewesene. Die Präsentation fast zu schade zum Essen. Ein absolutes Muss für alle Edinburgh Reisenden. Die Bilder sprechen für sich und in diesem alt ehrwürdigen Haus wird man rundherum verwöhnt (ich hatte 2 Butler). Überwältigt von all den vielen schönen Eindrücken, fiel ich todmüde in meinem englischen Vintage Bettentraum, um so am Tag 2 ausgeschlafen durchstarten zu können. Davon morgen mehr. Anmerkung: alle gezeigten Bücher in der Signet Library können eingesehene werden. Also wen das schottische Recht von 1829 interessiert, kann sich hier auf den neusten Stand bringen. Unglaublich Classi… … weiterlesen