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Garten

Mais- Ente süß und sauer

Hunde sind ja eigentlich keine Vegetarier oder Veganer. Fest steht, ich mag einige vegane Sachen total gerne, z.B. Mandelmilch. Habe ich auch von der lieben P. zum Geburtstag bekommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal dafür. Alles andere kann ruhig mit Fleischeinlage sein. Dies war eine kurze Einleitung zum eigentlichen Thema des heutigen Tages, des Gartens. Jedes Jahr aufs Neue nisten sich hier im Frühjahr unliebsame Gäste ein. Jedes Jahr gebe ich bei der Bekämpfung von Mitessern und angeblichen Nützlingen mein Bestes und jedes Jahr muss ich feststellen, dass hinter meinem krummen alten Hunderücken alles daran gesetzt wird, diesen Mitessern Unterschlupf zu gewähren. Wieso kommen all diese ungebetenen Nutznießer in meinen Garten? Steht da am Tor Daktari bitte eintreten, jeder ist herzlich willkommen? Nein, das steht da nicht! Da steht: für Hummeln, Fische, Frösche, Maulwürfe, Störenfriede… usw. kein Zutritt. Auf das usw. lege ich besonderen Wert, weil sonst das Schild zu lang würde. Und so musste ich dieses Jahr erneut feststellen, dass etwas im Gange war. Letztes Jahr waren Enten noch böse, weil sie die Goldfische gefressen haben und da war das Geheule aber groß. Und deshalb musste im Baumarkt meines Vertrauens ein großes Netz gekauft und über den Teich gespannt werden, das war vielleicht ne Arbeit. All das scheint vergessen, denn oh wie niedlich, eine Ente brütet am Teich. Die hatte ich ja schon länger in der Nase, nur gesehen habe ich sie nicht. Hat sich gut getarnt, das Federvieh. Und sie bekommt sogar Futter. Also sie wurde nicht zum Futter, obwohl ich da gerne mal ein Wörtchen mitgeredet hätte, nein, die Herrschaften haben Mais gekauft, um es an diesen Störenfried zu verfüttern. Unglaublich. Was soll das bitte werden, mein Garten ist doch keine Auffangstation für Geflügel. Die Ente sitzt auf ihrem Nest, hinter diversen Absperr-Vorrichtungen und lässt es sich gutgehen, während ich nix von dem Mais abkriege. Im Leben gibt es eine Menge Hürden und die muss man eben nehmen. Also musste ich nur den richtigen Augenblick abwarten und den kleinen Militarylauf hinter mich bringen, vorbei an der sich aufplusternden wegflatternden Ente, denn Mais ist Mais und der gehörte eigentlich sowieso mir. Ja und wie ich da so im Nest stehe und mir den Mais schmecken lasse, spüre ich diese Nadelstiche auf meinen Rücken. Böse Blicke die Ihresgleichen suchten. Ich habe einfach mal so getan, als ob ich nix merke. Ich bin alt, ich bin klein, mein Herz ist rein, Augen zu und dreimal schnell hintereinander geflüstert: ich bin unsichtbar, ich bin unsichtbar, ich bin unsichtbar. Leider hat es nicht funktioniert und ich wurde etwas unsanft aus dem Nest gehoben. Ich glaube auch zu erinnern, dass ich einen Klaps auf den Popo bekam, aber da habe ich so ein dickes Fell, dass es auch eine Streicheleinheit gewesen sein könnte. Dann wurde ich ans andere Ende des Gartens getragen und festgebunden. Das war schon unerhört und dann wurde sich nur noch um dieses Federvieh gekümmert. Die ließ sich natürlich ganz schön bitten. Mein Gott, ne gute Schauspielerin ist das. War doch alles okay, das Nest, die Eier, die Ente. Nix passiert, alles gut. Okay, der Mais war lecker, aber muss man deswegen so ein Theater veranstalten. Es dauerte eine ganz schöne Weile, bis alles wieder da war, wo es hinsollte und etwas Ruhe einkehrte. Neben mir durfte sich auch Herrchen ne Predigt anhören bzgl. seiner schlechten Absperrvorrichtungen. Diese Ente habe ich keines Blickes mehr gewürdigt. Okay so im Vorbeigehen mal rüber geschaut und genickt, damit sie weiß, ich bin der Chef hier und ich krieg das nächste Mal als erster den Mais. Und ansonsten heißt es für mich ab jetzt im Garten: Hier bin ich Hund, hier darf ich sein. Wenn andere nur gepflegt in der Gegend rumsitzen, das kann ich auch. Bis bald Eurer Rudi … weiterlesen

Spätsommer im Garten

Durch den Umzug hat sich so einiges im Garten- Arbeitsplan nach hinten verschoben. Ich meine nur, dass ich mich trotz guter Vorbereitung ja nicht um alles kümmern kann. Meine Hilfsarbeiter sind nicht gerade sehr zuverlässig und es wird meist auch alles nicht so umgesetzt, wie ich mir das so denke. Schade eigentlich. Das Wort Anweisung kommt eben nicht von- ich geh das mal irgendwann an, weil ich weise bin- oder so. Nein, sofortige Umsetzung des Maßnahmenplanes wäre die Lösung aller meiner Probleme. Aber das wahre Leben als Hund ist kein Ponyhof. Schmetterlingsbäume und Hummelwiesen treiben mich an den Rand der Verzweiflung und jetzt wird auch noch über einen Teichumbau nachgedacht. Nein, nein so geht das nicht. Hier ist schon alles wild genug, das brauchen wir alles nicht. Frauchen schwebt auf Wolke 7, wegen der Dahlien und ihrer Herbstblumen, ja, die wachsen auch nur so schön, weil ich die Wühlmauspopulation im Griff habe. Und Herrchen mit seinen Werkzeugen, meine Güte, wenn ich mal so viel Aufmerksamkeit bekäme. Aber ich klage still und stumm, ihr kennt mich. Ich habe entsprechendes Bildmaterial angefügt. Ach und dann noch zum guten Schluß ein Tier-Witz, ja ich bin ein lustiges Kerlchen: Warum trifft man keine Hornissen in Kirchen? Wer es weiß, schickt mir ne mail Betreff: Hornisse und unter allen richtigen Einsendungen verlose ich einen Strang schöner Coop Knits Socks Yeah. Am Freitag dann die Auflösung, ach ich liebe solche Rätselwitze…und werde natürlich allen Bestechungsversuchen standhalten! In diesem Sinne, genieße ich die Sonne, das ist für mich ne Wonne. Wir sehn uns- Euer Rudi … weiterlesen

Was ist nützlich

Irgendwie steht dieses Jahr bei uns im Garten alles im Zeichen der Nützlinge. Wie dieser Begriff zustande gekommen ist, das möchte ich mal gerne wissen. Frauchen beschäftigt sich mit nichts anderem mehr, Bücher liegen hier rum mit Nisthilfen und besonderen Blumen, die man unbedingt braucht, um diese Plagegeister, wie ich sie nenne, in den Garten zu locken. Ich verstehe das einfach nicht, warum geben sich alle so viel Mühe etwas anzulocken, dass ich mit Mühe und Not seit Jahren aus dem Garten fern zu halten versuche. Herrchen sieht sich zu allem Überfluss auch als Garten- Nützling. Aber ich glaube, da hat er den Begriff mal wieder falsch verstanden. Nun zu den wirklichen, das Wort ist anstrengend- Nützlingen. Thema Frösche und Amphibien: hier wurde nun extra ein Steinhaufen aufgetürmt, damit es sich diese Nervensägen dort schön gemütlich einrichten können. Dank der Steine komme ich da ja auch nicht mehr ran und musste mir schon wüste Beschimpfungen anhören, weil ich versucht habe, mich von unten an die Viecher ran zu graben. Hallo, das macht Arbeit, ich mach das nicht zum Spaß. So, dieser blöde Steinhaufen ist jetzt tabu, ich würdige ihn auch keines Blickes mehr. Meine Unterstützung in diesem Bereich ist hiermit beendet. Ist ein ganz großer Haken dran, von hier bis zum Mond, mindestens. Nur sehr selten schnupper ich da noch so rum, also fast überhaupt gar nicht, eigentlich. Ganz große Klasse ist auch das noch im Bau befindliche Insektenhotel. Da hat Frauchen auf Pinterest so tolle „Vorschläge“ gesehen, schau mal, ist das nicht toll. Um es kurz zu fassen, NEIN, das ist überhaupt nicht toll und total überflüssig. Wer braucht schon Erdhummel und Co., also ich auf keinen Fall, die Brummer machen nur Ärger. Herrchen findet dieses Hotel ja auch nur toll, weil er jetzt mit der großen Kettensäge rum schnitzten kann- er ist mit dem Bau beauftragt, sonst wäre er ja auch auf meiner Seite. Dabei soll er sich eigentlich noch schonen. Also weg damit, sag ich. Ein Garten muss übersichtlich sein, damit man alles im Blick haben kann. Ich brauche Laufwege, für meine regelmäßigen Patrouillen. Diese Schmetterlingsbäume und der ganze Kram, an dem kann Herrchen mal seine Säge ausprobieren. Aber wie der aufmerksame Leser ahnt, mal wieder bin ich allein auf weiter Flur und erst, wenn die „Nützlinge“ aus dem Ruder laufen, dann bin ich gut genug, hier alles zu richten. Zum Glück bin ich so altersstarrsinnig, um mir ganz genau zu überlegen, ob ich das dann noch will. Im Alter wird man ja auch so was von vergesslich. In diesem Sinne verbinde ich jetzt mal das Praktische mit dem Nützlichen und mache ein gemütliches Mittagsschläfchen, bevor ich das noch vergesse. Natürlich auf meiner Lieblings-Schmusedecke und mir ist so egal, ob die jetzt farblich zum Rest passt oder das harmonische Auge einiger Gartenmitbewohner stört. Die ist kuschelig und fertig. Bis bald Euer Rudi … weiterlesen

Und wieder ein Jahr älter

So, Ihr Lieben, jetzt melde ich mich hier mal wieder zu Wort. Nach den ganzen Schottland Meldungen sollte ja jetzt so langsam mal wieder der Alltag einkehren. Hier wird ja von nix anderem mehr geredet. Die Hunde in Schottland sind toller, die Schotten sind toller, das Wetter ist toller und das Licht erst und dann die ganze Wolle. Ganz ehrlich, Herrchen und ich stellen die Ohren jetzt schon immer auf Durchzug, hoffentlich hört diese Schwärmerei mal bald auf. Eigentlich wollte ich nur kurz meinen 16. Hundegeburtstag vermelden, der jetzt immerhin schon eine Woche her ist. Ich möchte mich hiermit auch recht herzlich für alle Postkarten, mails und Leckerlies bedanken, die mir von aufmerksamen Kunden geschickt wurden. Mein Geburtstagsgeschenk im Kreise meiner Lieben, fiel ja etwas bescheidener aus. Ich habe einen neuen Garten bekommen, natürlich noch größer und soooo schön. Aber das kennen wir ja schon aus den Beschreibungen von SCHOTTLAND. Um es beim Namen zu nennen, nein ich war gar nicht begeistert, überhaupt nicht. Das bedeutet doch für mich nur wieder, noch mehr Arbeit. In jungen Jahren hätte ich das locker weggesteckt, aber nun, wo alles mal etwas langsamer von Statten geht, wie soll ich das alleine schaffen. Mäuselöcher kontrollieren, Schuppenkontrolle in regelmäßigen Abständen durchführen, dann noch die Fische, Frösche und der Teich an sich und jetzt auch noch so ne Kreativ-Laube in der sich Frauchen verwirklicht und das soll mein Geburtstagsgeschenk sein. Danke, das ist lieb gemeint, aber ich brauch das nicht. Da sind mir prompt noch mehr graue Haare gewachsen. Ich habe mal Bildmaterial beigefügt, wie ich in jungen Jahren mit 4 Monaten so aussah. Knackig Lässig und jetzt sind die Sorgenfalten richtig tief. Aber Ihr kennt mich ja, anpacken heißt meine Devise, ich kann ja nicht rumsitzen und zusehen, wie hier alles aus dem Ruder läuft. Aber eins ist Gewiss, allein lass ich hier keinen mehr nach Schottland, was auch immer das ist, da bekommt man nur Flausen in den Kopf gesetzt. Wir sehn uns, Eurer Rudi. … weiterlesen

Schwarzgelber Freitag

Nun stehe ich hier und weiß wirklich nicht, wie ich es sagen soll. Seit Monaten, ach quatsch, seit Jahren weise ich auf Missstände in dem mir zugeteilten Garten hin und werde schlichtweg von meinen Rudelmitläufern ignoriert. Jeder erinnert sich bestimmt noch an meine fast aussichtslosen Versuche, die Erdhummeln aus unserem Garten zu vertreiben. Meine komplette Arbeit wurde weder durch irgendjemand in meinem näheren Rudelumfeld unterstützt, noch gewürdigt. Ganz im Gegenteil, es war die Rede von Gartennützlingen, die vor mir und überhaupt geschützt werden müssen. Hm, nun ja, das Thema hat sich wohl letzten Freitag dann ganz schnell erledigt. Ich wusste ja, dass diese kleinen Nervensägen umgezogen sind, habe aber dazu geschwiegen. Und so kam es, wie es kommen musste: Freitags ist immer Rasenmäh-Zeit und Herrchen schritt motiviert zur Tat, in kurzen Hosen mit seinen Rasenmäh-Schlappen. Nur in denen, wird der Rasen, wie in Wimbledon, oder so ähnlich. Nun, da er eine neue Brille hat, mit Nah- und Fernsicht, hat er wohl bei seiner Runde das kleine unheilvolle Mauseloch übersehen, in das diese kleinen Erdbiester eingezogen sind. Innerhalb kürzester Zeit wurde er angegriffen und attackiert. Die verstehen nämlich keinen Spaß, sogar den Rasenmäher haben sie angeflogen. Ich habe aus sicherer Entfernung dagestanden und war, wie soll ich sagen, nein, nicht schadenfroh, nein, nein, aber ich weiß, wie weh das tut, wenn die einen pieken. Frauchen dachte schon, bei all dem Geschrei, sei er sich über den Fuß gefahren, aber nein, es waren doch nur diese kleinen niedlichen, hab ich es noch richtig in meinem halbtauben Hundeohr, GARTENNÜTZLINGE! Das Mauseloch bekam sofort eine Abdeckung in Form eines Blumentopfes und ist so nun auch für alle Kurzsichtigen in unserem Garten aufs Weite hin sichtbar. Herrchen macht immer noch einen großen Bogen um die kleinen Nützlinge, tja, die haben ihn aber auch zugerichtet. Und nun herrscht wieder ein wenig Ruhe und Frieden, ich genieße den Garten und widme mich dem Teich, denn hier ist ja auch noch ne Menge zu tun. Könnte mal jemand so freundlich sein und das Wasser ablassen, denn dann käme ich viel schneller an diese hin und her wibbelnden Fische. Die machen mich total nervös, mit ihrem ewigen Gezappel. Ich frag mal Herrchen, der mäht wohl erst mal keinen Rasen mehr, zumindest nicht diese Woche. In diesem Sinne, Augen auf beim Brillenkauf, ich verlass mich da lieber auf meine Jagdhundnase. Euch allen eine schöne Woche und einen super Start in die Ferien. … weiterlesen