Stil-Blüte Handarbeit & Co.

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Immer der Nase nach

Gestern war irgendwie nicht mein Tag. Es fing schon beim Aufstehen an, ich stolperte und vertrat mir meine Pfote. Das wurde von meinem näheren Rudelumfeld überhaupt nicht wahrgenommen, ganz im Gegenteil, man interpretierte mein langsames Humpeln in den Park als übelste Trödelei. Was ich mir alles anhören konnte, habe ich aber schon wieder vergessen. Manche Dinge sind eben unwichtig, zum Glück bin ich ja nicht nachtragend. Allerdings neben all meinem Schmerz ging mir doch ein betörender Duft in die Nase, den ich ohne Humpeln wahrscheinlich überschnuppert hätte. Eine Duftnote der besonderen Art, in der ich mich trotz meiner bösen Pfote, ausgiebig wälzen konnte. Ach, war das ein Genuß, unbeschreiblich gut. Natürlich paßte das einer gewissen Person überhaupt nicht in die Nase, war ja auch irgendwie klar. Mal ganz ehrlich, mit so einer komischen Nase könnte ich so einen tollen Duft auch fehlinterpretieren. Es half einfach nichts. Abends versuchte ich noch mein Glück im Unsichtbar machen. Normalerweise hilft das immer, schnell ins Wohnzimmer unter den Eßtisch, Augen zu und Luft anhalten, aber ich glaube, mein besonderes Parfüm führte sie zu mir. Und dann ging es für diese Woche zum 3. Mal in die Dusche. Denn ich muss gestehen, diese Woche lagen so viele gute Düfte in der Luft, dass ich mich jeden Tag für einen anderen entscheiden konnte. Nach der Dusche war alles wie weggeblasen, kein guter Duft mehr, aber heute ist ja auch noch ein Tag und am Wolfsburger Schillerteich liegt dank der Lorenz-Gänse so viel gutes Gänse-Parfum herum, ach da könnte ich mich wieder vergessen…